Interview mit Manfred Meier

Manfred ist selbstständiger Elektromeister und zertifizierter KNX Partner und hat 1995 seine ersten EIB/KNX Erfahrungen gesammelt. Durch seinen Fokus auf EIB/KNX wurde er zu einem gefragten Spezialisten und veröffentlichte 2004 sein gesammeltes Expertenwissen im ETS3 Tutorial. Seitdem wurden mehr als 1.000 Fachleute mittels seines ebooks zum KNX-Fachmann ausgebildet.

Im ersten Teil des Interviews erklärt Manfred, wie Elektrofachleute ihren Umsatz mit KNX steigern oder ein eigenes Unternehmen gründen können. Im zweiten Teil des Interviews wird er beschreiben, wie ihn Anfragen und Hilferufe von Kunden und Kollegen zur Entwicklung des ebooks “Der ultimative ETS 5 Schnellkurs” veranlasst haben.

Interview

Hallo Herr Meier, bitte stellen Sie sich unseren Lesern kurz vor und schildern Sie uns Ihre Erfahrungen im Bereich KNX / ETS.

Mein Name ist Manfred Meier und ich lebe in Warngau, einem kleinem Dorf in der Nähe vom Tegernseer Tal. 1992 habe ich mich mit 26 Jahren, als frischgebackener Elektromeister im Bereich Elektroinstallation, selbstständig gemacht. 1995 kaufte ich mir zuerst die ETS1 Demoversion und dazu ein EIB-Startpaket (EIB ist der Vorgänger von KNX und 100% kompatibel, Anm. d. Redaktion) vom Elektrogroßhändler. Damit wurde dann im Betrieb erfolgreich herum experimentiert. Bald darauf wurde die ETS1 Vollversion gekauft. Schulungen gab es zu der Zeit nur sehr begrenzt von einzelnen Herstellern, weshalb ich jede Gelegenheit nutzte EIB-Workshops und EIB-Produktpräsentationen zu besuchen um meine EIB Kenntnisse weiter auszubauen.

Bereits 1996 wurde dann das erste Kundenprojekt, ein EFH, mit EIB ausgestattet (Beleuchtung, Heizung und Rollo). Zertifizierungen gab es auch erst etwas später, weshalb ich erst 1998, nach bereits vielen erfolgreich durchgeführten Projekten, meine EIB-Zertifizierung mehr oder weniger nachholte, um das EIB-Partner Logo verwenden zu dürfen. Durch den steigenden Bekanntheitsgrad meiner Spezialisierung auf EIB Gebäudesystemtechnik, vollzog sich bei mir ein langsamer aber stetiger Wandel. Meine wachsenden Erfahrungen im Bereich EIB und mein Drang immer ordentliche Pläne und Dokumentationen zu erstellen, machten mich immer mehr zu einem gefragten Elektroplaner mit der Fachrichtung EIB (heute KNX).

Heute mache ich eigentlich nur noch Planungen für KNX, hauptsächlich Einfamilienhäuser, und Dank des Internets plane ich mittlerweile immer öfter auch Fern-Projekte, die ich nie zu Gesicht bekomme. Mein am weitesten entferntes Planungsprojekt war eine KNX Wohnung in Bangkok. Aufgrund des großen und stetig steigenden Erfolges von KNX bekomme ich immer viele Anfragen für KNX Inbetriebnahmen, wovon ich die meisten aufgrund Zeitmangels nicht annehmen kann. Kleinere Projekte, welche in meiner Region sind, nehme ich aber hin und wieder an, weil ich als Handwerker natürlich auch gerne direkt vor Ort mitwirke.

Aktuell arbeite ich neben meinen Planungsprojekten auch für eine neue entstehende Erlebnisbrauerei. KNX ist ein vielseitiger und spannender Bereich mit einer großen Bandbreite.

Wie können Elektrobetriebe ihre Umsatzmöglichkeiten durch KNX steigern?

Zuerst empfehle ich jedem Elektroinstallateur in die ETS Software zu investieren, oder wer hier noch unsicher ist, kann sich mit dem Schnellkurs überzeugen, wie einfach die ETS zu bedienen ist. Und dann ist es wichtig, sich eine ordentliche Projektierung, Inbetriebnahme und Dokumentation anzugewöhnen. Ich bekomme diesbezüglich auch viele Fragen von Mitarbeitern aus Elektrobetrieben, die sich privat die ETS anschaffen wollen, um im Beruf weiter voranzukommen. Solche Betriebe müssen echt aufpassen, dass sie nicht von den eigenen Mitarbeitern “überholt” werden.

Andererseits haben auch schon viele andere Betriebe ihre Mitarbeiter vorbildlich in KNX ausgebildet und in Schulungen investiert und wurden dann enttäuscht, weil die teuer ausgebildeten Mitarbeiter sich dann als Konkurrent selbstständig gemacht haben. So etwas halte ich ethisch gesehen für unfair, aber leider kommt es halt vor. Deshalb empfehle ich immer eine vorherige vertragliche Vereinbarung, wenn Mitarbeiter vom Betrieb bei einer besonderen Zusatzausbildung unterstützt werden sollen.

So eine besondere KNX Zusatzausbildung eröffnet einem auch ganz andere Zukunftsperspektiven, als nur ein Gesellenbrief. Hier ein paar Erfolgsgeschichten die nur auf Zusatzkenntnisse im Bereich EIB/KNX basieren.

Meine eigenen Umsätze sind mit EIB/KNX rasant gestiegen. Ich habe viele Einfamilienhäuser installiert, wo die vom Bauherren gewünschte Elektroinstallation mehr als der Rohbau kosten durfte. Das sind ganz andere Aufträge als ein Standard-EFH. KNX gibt jedem Elektroinstallateur-Gesellen die Möglichkeit, in eine Selbstständigkeit zu gehen und ein gefragter KNX-Systemintegrator zu werden. Dazu kann ich Ihnen auch ganz konkret zwei Personen nennen, die das unter anderem mit der Unterstützung des EIB-Schnellkurses (EIB ist der Vorgänger von KNX und 100% kompatibel, Anm. d. Redaktion) einfach gemacht haben.

Beispiel eins ist der erfolgreiche KNX-Systemintegrator Florian Bachleitner aus Rottach-Egern. Er hat in seiner Lehrzeit bereits erste Einblicke in EIB bekommen. Als Geselle kaufte er sich privat dann den “EIB-Schnellkurs” für die ETS3. Damit bereitete er sich gründlich auf die anschließende Zertifizierung vor und absolvierte diese erfolgreich. Dann hängte er für seine Zukunft vorsorglich noch die Technikerschule dran. Aufgrund seiner Zertifizierung konnte die Firma, bei der er angestellt war, nun auch Projekte annehmen, welche die Zertifizierung voraussetzten. Seit 2012 arbeitet Florian Bachleitner selbstständig als sehr erfolgreicher System-Integrator. Infos: www.knx-tegernsee.de

Beispiel zwei ist der sehr erfolgreiche System-Integrator Helmut Lintschinger aus Weßling im Landkreis Starnberg. Er hat seine Ausbildung zum Elektroinstallateur 1993 erfolgreich abgeschlossen. 1998 entschied er sich, eine KNX Schulung in Österreich zu machen. 1999 arbeitete er noch für den Süddeutschen Verlag in München und dort bekam er die Chance, seine EIB/KNX Kenntnisse zu erweitern. 2000 gründete er die Firma „EIB-TECH”, zuerst nebenberuflich, um einen Kundenstamm aufzubauen. Seit 2004 arbeitet er hauptberuflich als selbstständiger KNX-Systemintegrator. Seine Spezialisierung, bei anspruchsvollen 2D- und 3D-Visualisierungen in eigenem Design voll auf den Gira Homeserver zu setzen, machte ihn in der KNX Szene sehr bekannt und brachte ihm 2010 sogar den begehrten KNX-Award in der Kategorie “Energy Efficiency” ein. Mittlerweile freut er sich über 343 erfolgreich realisierte Homeserverprojekte. Seine Frau Pamela Lintschinger, die in seinen Projekten aktiv mitarbeitet, bereitete sich 2004, ebenfalls wie Florian Bachleitner, mit dem “EIB-Schnellkurs” für die anschließend erfolgreich abgelegte KNX Zertifizierung vor. Infos: www.luxus-in-3d.de/

Welche verschiedenen Schulungen und Zertifikate gibt es und was darf man dann damit machen?

Im Bereich KNX gibt es viele Produktschulungen und Workshops, welche die Hersteller in werkseigenen Schulungsräumen, in Hotels oder bei Elektrogroßhändlern durchführen. Das wichtigste Zertifikat ist aber das “KNX-Partner” Zertifikat. Dieses bekommt man nur durch eine Schulung mit anschließender Prüfung bei einer zertifizierten Schulungsstätte. Mittlerweile gibt es über 170 Ausbildungsstätten in 31 Ländern. Das KNX Zertifikat berechtigt den Teilnehmer, das KNX-Partner Logo zu verwenden und es gibt einige Vergünstigungen wie zum Beispiel eine kostenlose ETS Lite Version. Das Zertifikat wird zwar nicht unbedingt gebraucht, um als System-Integrator zu arbeiten oder um die ETS zu erwerben, aber ich empfehle jedem der mit KNX erfolgreich werden möchte, das Zertifikat zu erlangen, um einen gewissen Ausbildungsstandard nachweisen zu können.

Wie ich mit den vorherigen 2 Beispielen erzählt habe, ermöglicht KNX eine erfolgreiche Selbstständigkeit ganz ohne Meisterbrief und kann gerade für viele junge Elektroinstallateure eine erfolgreiche Zukunft sein. KNX System-Integratoren fehlen überall und sind daher sehr gefragt.

Wie teuer ist der jeweilige Ausbildungsweg?

Das kommt natürlich auf die jeweilige Ausgangssituation und die persönliche Investitionsbereitschaft an. Die ETS5 professional kostet 1000,- Euro, ein einwöchiger KNX Kurs kann schnell mal 1.500,- Euro kosten, welcher bei erfolgreicher Prüfung mit einem KNX Zertifikat abgeschlossen wird. Das sind schon mal 2.500,- Euro, ohne eventuelle Ausfallzeiten und Reisekosten. Wenn man keinen geeigneten Laptop besitzt sind da auch schnell nochmal 1000,- bis 2.000,- Euro Investition in einen leistungsfähigen Rechner notwendig. Und wer richtig üben möchte, der benötigt noch eine gewissen Grundausstattung von KNX Geräten. Da kommt schon einiges zusammen, aber ich kann jedem nur sagen, dass es sich in der Regel auch wirklich lohnt, in seine Zukunft zu investieren.

Wie zeitaufwendig ist es, KNX zu lernen?

Als Crashkurs benötigt man mit dem Schnellkurs etwa 1-2 Tage, um die Grundfunktionen von KNX zu verstehen und das Basiswissen zu erlangen. In Schulungsstätten werden Grundkurse meistens als einwöchige Kurse angeboten. Ein- bis zweitägige Workshops oder Produktvorstellungen werden in der Regel nur für Elektroinstallateure über den Großhandel angeboten.

Was ist die günstigste Variante für Einsteiger, KNX / ETS zu lernen?

Mit dem Ebook “Der ultimative ETS5 Schnellkurs” kann man die grundlegenden Informationen innerhalb von 1-2 Tagen im Selbststudium leicht erlernen. Wer bereits im Besitz einer ETS Lizenz ist und dazu noch über die Mindestausstattung einer KNX Spannungsversorgung, einer KNX Schnittstelle und mindestens einem KNX Aktor und einem KNX Sensor verfügt, der kann mit dem Schnellkurs auch innerhalb von nur einem Tag die ersten Erfolgserlebnisse erzielen.

Der ETS5 Schnellkurs zeigt einem Schritt für Schritt, was man tun muss, um möglichst schnell ans Ziel zu kommen. Viele Elektroinstallateure verwenden den ETS Schnellkurs im Betrieb, weil dieser von mehreren Mitarbeitern verwendet werden kann. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob der Kurs zu Hause oder im Betrieb studiert wird. Außerdem entfallen bei einem Selbststudium die Kursgebühren und die nicht unerheblichen Kosten eines Mitarbeiterausfalles, während dieser den Kurs besucht. Oft kommen da auch noch erhebliche Reise- und Übernachtungskosten hinzu.

Im direkten Vergleich ist der ETS5 Schnellkurs wohl die kostengünstigste Methode für einen schnellen KNX Einstieg. Ich glaube diese Vorteile sind auch der Grund dafür, dass sich viele motivierte Elektroinstallateure privat den ETS Schnellkurs anschaffen, und so ihre berufliche Weiterbildung weiter ausbauen können.

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Manfred Meier
Manfred Meier

Manfred ist selbstständiger Elektromeister und zertifizierter KNX Partner und hat bereits 1995 seine ersten EIB/KNX Erfahrungen gemacht. Aufgrund seiner Spezialisierung auf EIB/KNX wurde er ein gefragter Spezialist und er veröffentlichte bereits 2004 sein gesammeltes Expertenwissens in dem ETS3 Schnellkurs.

 

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